Wie bezahle ich die Wettsteuer selber?
Eine Wettsteuer ist in der Regel von dem Wettanbieter zu entrichten und somit hat der Wetter seine Steuern schon bezahlt, doch es gibt natürlich ausnahmen.
Zu den Ausnahmen zählen Veranstaltungen von Rennen, da wird hier die Rennwettsteuer fällig, die bei einem Finanzamt, das für den Wetter zuständig ist, gemeldet werden. Bei allen anderen Wetten übernimmt der Wettanbieter die Steuer, da er alleine dafür haftet.
Der Gewinn bei der Rennwettsteuer ist binnen einer Woche zu melden, doch man muss beachten, dass dies noch vor Ablauf eines halben Kalendermonats geschieht. Am besten meldet man den Gewinn schnellstmöglich, damit man keine Schwierigkeiten bekommt.
Wettsteuer ernst nehmen
Im Grunde ist der Steuerschuldner der Wettanbieter, der natürlich keine Umsatzeinbußen haben möchte und somit die Steuer auf die Kunden umlegt.
Es gibt allerdings auch Anbieter, die davon absehen, doch hier sollte der Wetter vorsichtig sein, denn oft handelt es sich dabei um Anbieter ohne deutsche Lizenz.
Wettsteuer in Deutschland auf 5,3% erhöht
Aufgrund des neuen Glückspielstaatsvertrages von 2021 gelten neue Steuerregeln, die grundsätzlich eine Steuer für Glücksspiele von 5,3% vorsehen. Diese allerdings sind laut Vertrag Aufgabe der Wettanbieter.
So gesehen müssen Wetter sich in der Regel um nichts weiter kümmern. Dennoch legen einige Anbieter die Wettsteuer auf die Kunden um, nur einige Ausnahmen bieten andere Konditionen an. Das Gleiche gilt für die Wettanbieter, die ihre Wetten im Internet anbieten.
In der Regel werden 5,3% auf direkt platzierte Wetteinsätze berechnet. Bei manchen Anbietern wird die Gebühr vom Bruttogewinn abgezogen.
Wieder andere Betreiber verzichten komplett auf die Wettsteuer und verlangen von dem Kunden nichts.
Steuerfreie Kombiwetten als faire Lösung
Andere Sportwettenanbieter wiederum bieten Wetten ohne Wettsteuer für Kombiwetten an, was grundsätzlich fair ist, da diese Wetten ohnehin schwieriger zu gewinnen sind. Für ein höheres Risiko wird der Kunde dann entsprechend mit der Einsparung der Wettsteuer belohnt.
Wettsteuer leider notwendig
Staatliche Wettanbieter haben große Verluste hinnehmen müssen, da immer mehr private Buchmacher lukrative Angebote gemacht haben und somit dem Staat einige Steuern abhanden gekommen sind.
Als das Gesetz erlassen wurde, hat man noch nicht mit den Online-Angeboten rechnen können. Das Gesetz wurde schon erstmals im 15. Jahrhundert verfasst und seit dem 18. Jahrhundert gibt es eine Klassenlotterie, die aus Italien über Wien nach Berlin kam und über eine Verbrauchsteuer berechnet wurde. Seit 1922 gab es das bis in die heutige Zeit geltende Gesetz. Deshalb wurde 2012 eine Aktualisierung notwendig.
Ein Gewinn ist ähnlich wie ein Einkommen zu rechnen, doch da die Pflicht bei dem Anbieter liegt, besteht für Kunden zunächst einmal kein Problem.
Es ist natürlich bei einem so breiten Angebot nachvollziehbar, dass auch die privaten Wettanbieter, die auch im Internet zu finden sind, diesem Gesetz angepasst werden.
Deutsche Wettlizenz als Gütesiegel
Wer Probleme vermeiden möchte, der sollte sich an einen Buchmacher halten, der über eine deutsche Sportwettenlizenz verfügt, denn so kann man sicher sein, dass dieser für seine Steuern geradesteht.
Anbieter, die sich für eine deutsche Wettlizenz interessieren, müssen einen Antrag beim Regirierungspräsidium Darmstadt stellen. Die hessische Regierungsbehörde wurde damit beauftragt, sich um die Vergabe der deutschen Sportwettenlizenz zu kümmern.
Die deutsche Wettlizenz regelt nicht nur den korrekten Umgang mit der Wettsteuer, sondern auch weitere Maßnahmen, die die Wettanbieter zum Spielerschutz erfüllen müssen.
GlüStV setzt Maßstäbe für den Spielerschutz
Die Maßnahmen, die die Buchmacher für eine deutsche Wettlizenz erfüllen müssen und einzuhalten haben, sind ziemlich streng, sodass sich mehrere Wettanbieter direkt vom deutschen Markt zurückgezogen haben.
Außerdem verfügt nicht jeder Buchmacher über die nötigen Ressourcen und die Mittel, die Änderungen auf ihren Plattformen durchzusetzen.
Deutsche Sportwettenlizenz Voraussetzung
Die folgenden Kriterien sind für eine deutsche Sportwettenlizenz von den Buchmachern zu beachten:
- Einzahlungslimit von €1.000 im Monat je Spieler
- Einhaltung der Vorgaben zum Spielerschutz & Fairplay, betrifft auch faire Quoten
- Panik Button Bereitstellung
- Eingeschränkte Marketingmöglichkeiten bezogen auf das Anbieten von Glücksspiel
- Eingeschränktes Angebot für Live- und Ereignis-Wetten
- Zentrale Überwachung des Spielverhaltens
- Abgabepflicht von 5,3% Wettsteuer an das Finanzamt
Steuer legal umgehen
Bei Wetten kann man im eigentlichen Sinn nicht von einem Umgehen sprechen, denn nach wie vor liegt die Steuerpflicht bei dem Buchmacher, doch um den für sich richtigen Anbieter zu finden, gibt es natürlich die Möglichkeit sich vorher genau zu informieren und die Anbieter zu vergleichen.
Daneben empfiehlt es sich die Bedingungen genau zu prüfen, doch auch die lassen sich ganz leicht vergleichen.
Ein ganz wichtiger Punkt ist der, dass die Steuer auf jeden Fall nur dann fällig wird, wenn der Wetter gewonnen hat. Die Steuer sollte auf keinen Fall beim Umsatz oder beim Einsatz erhoben werden.
Hier zählen einzig und allein der Gewinn und die Gewinnsumme. Etwas anderes ist nicht wirklich rechtens. Deshalb verzichten immer mehr Anbieter darauf, die Steuer auf die Wett Fans abzuschieben.
Der Wetter hat die Wahl, welchen Anbieter er nutzen möchte und da schneiden die Anbieter, die eine Steuer berechnen, schlechter ab, als die, die darauf verzichten.
Deshalb hat der Kunde die Wahl, an welchen Anbieter er sich wenden will. Es ist im eigentlichen Sinn kein Umgehen der Steuer, sondern rein nur ein lukratives Angebot, wenn der Buchmacher darauf verzichtet.